3-MMC (3-Methylmethcathinon, „Metaphedron“) ist ein synthetisches Cathinon, das 2012 – kurz nach dem Verbot seines Isomers Mephedron (4-MMC) – erstmals auf dem europäischen „
Research-Chemical“-Markt auftauchte. Das weiße Pulver wird oral oder nasal konsumiert, um einen stimulierend-empathogenen Rausch zu erzielen.
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Pharmakologiern3 MMC fungiert als Substrat an Monoamin-Transportern und setzt Dopamin und Noradrenaline deutlich stärker frei als Serotonin (EC₅₀: DAT 70 nM, NET 27 nM, SERT 292 nM). Das Resultat ist ein amphetaminartiger Energieschub mit nur leicht entaktogener Komponente. Am humanen TAAR1-Rezeptor ist die Substanz inaktiv; ihre nennenswerte Affinität zu α₁-adrenergen Rezeptoren erklärt die typische „tweaking“-artige periphere Stimulation.
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Toxizität & TodesfällernStand 2022 liegt 3-MMC mindestens 18 Todesfällen zugrunde – sieben als einziges Medikament –, während mehr als 250 nicht-tödliche Intoxikationen in der EU gemeldet wurden. Blutspiegel in letalen Fällen: 0,3–1,6 µg ml⁻¹; häufige Symptome waren Tachykardie, Hyperthermie und Krampfanfälle. Akute Side effects entsprechen denen anderer Cathinone: Mundtrockenheit, Bruxismus, Angst, Appetitlosigkeit sowie bei schweren Überdosierungen Hyponatriämie und Rhabdomyolyse.
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ChemiernIUPAC-Name: 2-(Methylamino)-1-(3-methylphenyl)propan-1-on. Das Molekül besitzt ein chirales Zentrum; auf dem Black market findet sich nahezu ausschließlich das Racemat, wobei tierexperimentelle Daten nahelegen, dass das S-Enantiomer den Hauptanteil der Aktivität trägt.
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Metabolismus & KinetikrnEine Schweinestudie ergab eine orale Bioverfügbarkeit < 10 %, Spiegelmaxima nach 5–10 min und eine Eliminationshalbwertszeit von etwa 50 min. Hauptmetaboliten sind 3-Methylephedrin und 3-Methylnorephedrin, gebildet über N-Demethylierung und Ketoreduktion.
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Synthese (kurz)rnGängige Route: 3-
Methylbenzaldehyd → Grignard-Addition → Oxidation zum Keton → α-Bromierung → nucleophiler Austausch mit Methylamin; die Freibase wird anschließend in das wasserlösliche Hydrochlorid-Salz überführt.
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Von Nutzern berichtete Wirkungen
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Gewünscht: rascher Euphorieanstieg, Gesprächigkeit, Empathiegefühl, gesteigerte Musikwahrnehmung.
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Unerwünscht: Kiefermuskulatur-Krämpfe, kalte Extremitäten, Schlaflosigkeit, post-stimulativer Down. Dauer: 2–3 h (nasal), 3–5 h (oral), gefolgt von einem anhaltenden Stimulans-Comedown.